INHALT
Der Gesundheitssektor verursacht weltweit etwa 4,4 % der Treibhausgasemissionen, wobei Krankenhäuser zu den größten Emittenten zählen. Besonders ressourcenintensiv sind Operationssäle und Intensivstationen. In der Anästhesie entstehen Emissionen sowohl durch direkte Freisetzung von Narkosegasen als auch durch indirekte Quellen wie Medikamente, Verbrauchsmaterialien, Energieverbrauch und medizinische Gase. Obwohl verschiedene Anästhesieverfahren als unterschiedlich klimabelastend gelten, ist die wissenschaftliche Datenlage inkonsistent und meist nicht auf europäische Rahmenbedingungen übertragbar. Zudem konzentrieren sich viele Studien ausschließlich auf CO₂-Emissionen und berücksichtigen andere Umweltwirkungen nur begrenzt. Eine umfassende Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment, LCA) unter realen klinischen Bedingungen kann helfen, die tatsächlichen Umweltwirkungen verschiedener Anästhesieverfahren systematisch zu vergleichen und potenzielle Verbesserungsmaßnahmen zu identifizieren. |
In Zusammenarbeit mit: Medizinische Universität Graz
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